Schadstoffe im Leitungswasser

Deutsches Leitungswasser ist eines der bestkontrollierten weltweit – trotzdem entstehen Belastungen oft erst in der Hausinstallation oder regional durch Landwirtschaft.

Blei und Kupfer: stammen aus alten Rohren, besonders in Häusern vor 1973. Schon geringe Mengen sind für Säuglinge und Schwangere kritisch.

Nitrat: gelangt aus der Landwirtschaft ins Grundwasser. In Regionen mit intensiver Düngung sind die Werte teils hoch.

Chlor und Trihalogenmethane: entstehen bei der Wasseraufbereitung – beeinflussen vor allem Geschmack und Geruch.

Mikroplastik: wird zunehmend in Trinkwasserproben nachgewiesen, vor allem aus Kunststoffrohren und Umwelt.

Arzneimittelrückstände und Hormone: kommunale Kläranlagen können nicht alle Substanzen vollständig entfernen.

Häufige Fragen

Welche Schadstoffe können im deutschen Leitungswasser vorkommen?
Trotz strenger Trinkwasserverordnung können je nach Region und Hausinstallation Spuren von Blei, Kupfer, Nitrat, Pestiziden, Chlor, Mikroplastik sowie Arzneimittelrückständen im Leitungswasser nachweisbar sein.
Sind alte Bleirohre im Haus noch ein Problem?
In Altbauten vor 1973 sind Bleileitungen möglich. Selbst geringe Bleimengen können kritisch sein, besonders für Schwangere und Kleinkinder. Ein Filter unter der Spüle ist hier sinnvoll.
Kann ein Wasserfilter Arzneimittelrückstände entfernen?
Hochwertige Mehrstufen- und Umkehrosmose-Systeme reduzieren Arzneimittelrückstände, Hormone und Mikroplastik deutlich. Einfache Aktivkohle-Kannen schaffen das in der Regel nicht.